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Generics zur Übersetzungs- und Laufzeit

Der javac Übersetzer erzeugt aus der gegebenen generischen Klasse in der Datei Koordinate.java nur genau eine Datei Koordinate.class mit Bytecode für alle möglichen Instanzierungen.

package Kurs2.Generics;
public class Koordinate<T> {
private T x;
private T y;

public T getX() {return x;}
public void setX(T x) {this.x = x;}
public T getY() {return y;}
public void setY(T y) { this.y = y;}

public Koordinate(T xp, T yp ) {
x = xp;
y = yp;
}

public String toString() {return "x: " + x + "; y: " + y;}

public static void main (String[] args) {
Koordinate<Double> k1 = new Koordinate<Double>(2.2d, 3.3d);
System.out.println(k1);
Koordinate<Integer> k2 = new Koordinate<Integer>(2, 3);
System.out.println(k2);
Koordinate<Number> k2 = new Koordinate<Number>(4.4f, 5.5f);
System.out.println(k2);
}

}

Der erzeugte Bytecode enthält nicht mehr den Formalparameter <T>. Er enthält den Referenztyp Object. Aus diesem Grund kann der Bytecode mit allen Instanzierungen arbeiten solange sie aus der Klasse Object abgeleitet sind. Direkte Basistypen wie int oder long können daher nicht direkt in generischen Klassen verwendet werden. Die Stellvertreterklassen Integer und Long in Verbindung mit dem "Autoboxing" sind der Ersatz für die direkte Verwendung.

Zur Laufzeit kann dann der Bytecode verwendet werden um den aktuell parametrisierten Parametern zu arbeiten.

Das Ersetzen der Parametrisierung <T> durch die Klasse Object nennt man Type-Erasure (engl. Auslöschen).

Wichtig

Polymorphismus und Vererbung von generischen Klassen

Aufgrund der Möglichkeit die Klassen mit unterschiedlichen aktuellen Parametern zu benutzen sind generische Klassen polymorph.

Die aktuell parametrisierten Objekte stehen jedoch auf der gleichen Vererbungsebene. Sie haben keine Vererbungsbeziehung!



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